Klartext: I/2012
Thomas Assmann, Gründer und Gesellschafter der Assmann Zeitarbeit GmbH und Uwe Beyer, Geschäftsführer der Assmann Zeitarbeit GmbH, über das abgelaufene Geschäftsjahr 2011, Zeitarbeit als Maßnahme zum Arbeitsplatzerhalt und die Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft im Jahre 2012.
Herr Beyer, sind Sie mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 zufrieden?
Das Jahr 2011 war für uns ein sehr gutes Jahr. Insgesamt konnten wir alle wichtigen Ertragskennzahlen im Vergleich zum Vorjahr verbessern und nachhaltig Mitarbeiter aufbauen. Wir bewegen uns erfolgreich auf das Etappenziel 500 Mitarbeiter zu. Insgesamt profitieren wir, leider, von den Unsicherheiten im Euroraum. Unsere Kundenstruktur ist sehr ausgewogen. Wir unterstützen kleinere Unternehmen, Mittelständler und Konzerne mit modernen Personallösungen. Viele unserer Kunden sind stark im Export. Hier spürt man eine gewisse Unsicherheit durch die „Euro-Krise“, davon profitieren wir.
Herr Beyer, Ihre Unternehmung profitiert also von der „Euro-Krise“?
Das mag überraschend klingen. Aber sehr viele politisch verursachte Probleme führen zu Unsicherheiten bei Unternehmern und Verbrauchern. Dies schlägt auch auf die Personalpolitik durch. Wenn keiner genau weiß, was mit den Krisenländern passiert und wie sich das auf den Umsatz auswirkt, werden auch weitaus vorsichtiger Arbeitsplätze geschaffen. Hier bieten wir Lösungen an und übernehmen Risiken für unsere Kunden, um deren Wachstum zu sichern. Dennoch wäre auch uns mehr Verlässlichkeit und Klarheit in der Politik lieber.
Herr Assmann, das klingt ja sehr positiv. Aber was ist mit dem schlechten Image Ihrer Branche?
Zeitarbeit ist eine Branche mit eigenen Regeln. Natürlich gibt es immer zwei Seiten die man betrachten muss. Einerseits gibt es immer noch „schwarze Schafe“ in der Branche, aber es gibt manchmal auch „schwierige Fälle“ bei Mitarbeitern. Letztendlich geht es um nachhaltigen Erfolg und keine kurzfristigen „Schnellschüsse“. Außerdem hat sich viel geändert. Die „schwarzen Schafe“ der Branche sind seltener geworden und Zeitarbeit wird immer öfter als Chance und Normalität gesehen. Unsere Maxime lautet: Fairer und verlässlicher Umgang mit Kunden und Mitarbeitern. Wir bezahlen faire, marktgerechte Löhne und können so unseren Kunden zuverlässige und qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stellen. Aus den regelmäßigen Feedbacks von Kunden und Mitarbeitern wissen wir, dass wir als zuverlässig und kompetent wahrgenommen werden.
Herr Assmann, was erwarten Sie von 2012?
Wir werden unseren Weg weitergehen und auf Qualität und Zuverlässigkeit setzen. Gerade wenn Unsicherheiten im Markt sind, brauchen Unternehmer verlässliche Partner und das wollen wir sein. Für 2012 sind wir deshalb positiv gestimmt. Wir bieten innovative und flexible Lösungen für Unternehmen und begleiten unsere Kunden langfristig. Das sind unsere Erfolgsfaktoren und haben seit der Firmengründung zu einem kontinuierlichen Wachstum geführt. Weiter werden wir auch 2012 unsere Mitarbeiter fördern und weiterqualifizieren, wenn dies sinnvoll ist. Gegenseitiger Respekt und Vertrauen stehen im Vordergrund – egal ob Kunde oder Mitarbeiter.
Herr Assmann, die Augsburger Zeitung hat am 26.01.12 über die Südwestmetall berichtet. Überschrift: „Südwestmetall: Leiharbeit bewahrt Arbeitsplätze“. Stimmt das?
Gerade 2012 ist dieses Zitat sicher richtig. Die Metall- und Elektroindustrie ist gut ins neue Jahr gestartet. Es werden zwar kaum Zuwächse erwartet, dennoch kann es zu Schwankungen in der Auftragslage kommen. Zeitarbeit bietet hier die nötigen Lösungen. Ohne diese Lösungen wäre ein sinnvoller, flexibler Mix in der Personalpolitik nicht möglich und würde den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen erschweren. Auch die Qualifizierung von potenziellen Bewerbern, deren Auswahl und Förderung, ist mit Spezialisten aus der Personaldienstleistung möglich. Aber auch Modelle wie Projekt-, Servicemanagement und Ingenieursdienstleistungen sind Wachstumstreiber für Unternehmen. Zentral ist es auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.
Sind „Mindestlohn“ oder „Lohnuntergrenzen“ aus Ihrer Sicht sinnvoll, Herr Beyer?
Grundsätzlich sollten wir von „fairer und marktgerechter“ Bezahlung sprechen. Jedes politische Konzept sollt auf Sinnhaftigkeit und Wirkung geprüft werden. Ein Mindestlohn zur Abwehr von „Dumping-Löhnen“ ist sicherlich sinnvoll. Auch muss sich Arbeit mehr Anreize setzen als „purer Bezug von Sozialleistungen“. Dennoch muss man sich Branchenlöhne, Region und Qualifikation des Arbeitnehmers ansehen. Eine zu starke Regulierung durch die Politik halte ich hinsichtlich der Schaffung von Arbeitsplätzen für kontraproduktiv und würde die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland gefährden.
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Unternehmensinfo Assmann Zeitarbeit GmbH (www.assmann.ag)
Die Assmann Zeitarbeit GmbH und ihre Gründer Thomas Assmann und Uwe Beyer stehen für ein dynamisch wachsendes Personaldienstleistungsunternehmen mit hochqualifizierten Arbeitnehmern in der Metropolregion Nürnberg. Die Assmann Zeitarbeit GmbH ist seit Gründung im Jahr 1997 ein stetig wachsendes Unternehmen in der Region Nürnberg und beschäftigt durchschnittlich rund 350 Arbeitnehmer mit hohem Qualifikationsstandard. Die Gründer stehen für faire und sichere Jobs und bieten mit ihren Unternehmen den Mitarbeitern flexible und sozial wertvolle Arbeit. Für Kunden bedeutet dies zuverlässige, flexible und qualifizierte Zeitarbeitskräfte. Neben übertariflicher Bezahlung und weitgehend unbefristeten Arbeitsverträgen ermöglicht die Assmann Zeitarbeit GmbH in sehr vielen Fällen (durchschnittlich 30%) die Übernahme des Arbeitnehmers durch den Kunden.
Assmann Zeitarbeit GmbH Steinbühler Strasse 11 90443 Nürnberg AG Nürnberg, HR B 14741
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Internet: www.assmann.ag
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